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Shantychor Leisböhler Seemöven e.V.

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Was ist ein Shanty?

Shanties sind Arbeitslieder, die im 18. bis zu Beginn des 20.Jahrhunderts vor allem bei schweren Arbeiten an Deck der großen Segelschiffe gesungen wurden. Die Arbeit dort war hart. Ob beim Hieven der schweren Anker, beim Durchholen von Tauen, beim Setzen der Segel  und beim Brassen der Rahen -  hier  dienten die rhythmisch betonten Shanties der Erleichterung der Arbeit. Mit Musikgeht alles besser, vor allem dann, wenn alle zur gleichen Zeit ziehen sollen! Besungen wurden die gefährlichen Umsegelungen wie Kap Hoorn, Geschichten vom Klabautermann und Teufel, von harter Arbeit und rauer See. Alkohol, schöne Frauen und kräftige Schlägereien, … eine große Themenvielfalt! Die „Leisböhler Seemöven“ haben u.a. „Time to leave her“, „A long time ago“, „Drunken sailor“, „Whiskey is..”  im Repertoire. Sehr oft war es dann der so genannte Shantyman, der aus Details einen Song – also ein Arbeitslied – zusammenstellte. Er sang die oft improvisierten Solo-Stellen, die Mannschaft antwortete im Rhythmus der auszuführenden Arbeiten. Mit dem Beginn der Dampfschiffe und der zunehmenden Automatisierung der modernen Schifffahrt wurde auch das Shanty-Singen zur Nostalgie. So wie man sich heute noch gerne die letzten Großsegler bei Hafenfesten ansieht und ihr majestätisches Dahingleiten bei den Segel- Paraden bewundert, so hört man auch noch gerne die passenden Shanty-Klänge dazu. Der Name „Shanty“ kann mit chanter(frz)= singen oder to shant (engl.)= singen in Verbindung gebracht werden. Ursprünglich stammt „shanty“ aus Kanada. So nannten Holzfäller ihre „Einfachsthütten“ aus Holzresten. Heute noch werden die Slums von Großstädten, in denen Menschen in „Einfachsthütten“ leben, „shanty town“ genannt! Die Holzfäller sangen bei ihrer Schwerstarbeit auch rhythm. Lieder, nahmen sie mit an Bord der transportierenden Großsegler und mit gen Übersee. Andere Lieder der Seeleute: Hier sind zunächst die Freizeitlieder, die sogenannten “Forebitters“ zu nennen. Bezug besteht auf die an Oberdeck befindlichen Festmacher, auf denen man saß, wenn es keine Manöver und sonstige Aufgaben gab – bei Flautenlage etwa. Dann wurden auch Lieder aus der Heimat gesungen, wie z.B. Polkas, Volkslieder im Walzertakt,.. Diese Gruppe kann man Seemannslieder nennen. Kneipenlieder (drinking songs) Das sind Stimmungslieder, oft vom Trennungsschmerz(Liebe) oder von Sehnsucht, Fernweh oder Heimweh geprägt sind. Romantische Lieder für Landratten (Fernweh)  Sie besingen die „schönen“ Seiten der Seefahrt, die Neugierde/Hoffnung nach/auf Freiheit, Kameradschaft,..  – was oft in Enttäuschung endete! Lieder von „Landratten“ –„Rollmopslieder“  wie z.B. „Wir lieben die Stürme..“ ; sie verklären die Realität an Bord  und wecken irreale Vorstellungen von der Seefahrt!